Historische Fakten

 Die meisten Quellen sehen als erwiesen an, dass etwa 1.600 vor Christus kontinuierlich Menschen zuwanderten und die sogenannte «Trzcinieć-Kultur» entwickelten. Diese, so kann man annehmen, wurde in den meisten Gebieten auf heutigem polnischen Boden heimisch.
966 wurde das Land noch unter Herzog Mieszko römisch-katholisch. Mit dem Heiligen Römischen Reich verband Polen damals weitreichende Kooperation. Die piastischen Könige waren durch ihre Herrschaft über Pommern auch gleichzeitig Vasallen des Heiligen Römischen Reiches.
König Kasimir I. verlegte die Hauptstadt nach Krakau. Unter Kasimir erlangten die Adeligen immer mehr Mitspracherechte die polnischen Teilfürstentümer verlangten immer mehr Selbständigkeit. Pommern und Schlesien verselbständigten sich im 12. Jh. wieder und gingen schließlich für Polen verloren. Im Laufe der darauf folgenden Zeit kam es zu wachsenden Gegensätzen zwischen Polen und dem deutschen Orden der inzwischen in Ostpreußen einen eigenen Staat etabliert hatte. Diese Gegensätze führten nach und nach zu offenen Auseinandersetzungen der Polen mit dem Deutschen Orden. Höhepunkt dieser Auseinandersetzungen war die Schlacht bei Tannenberg am 15. Juli 1410 bei der das litauisch-polnische Heer den Deutschen Orden vernichtend schlug.
1385 /86 wurde Polen durch eine Heirat mit dem damals nicht christianisierten Litauen verbunden. 1572 starben die Großfürsten von Litauen und ebenfalls Könige von Polen die Jagiellonen ebenfalls aus und Polen wurde zur Adelsrepublik und Wahlmonarchie d. h. dass nach dem Tod eines Königs trafen sich die Adeligen und wählten einen König der jedoch nur repräsentative Bedeutung behielt. Kaiser Maximilian wurde gewählt starb aber und der Schwede Sigismund III. Wasa wurde König. Die Macht hatten die Adeligen im Land. Zahlreiche Kriege sowie innere Unruhen (Kosakenaufstand 1648 unter Bogdan Chmelnizki ) überforderten die polnische Adelsrepublik so dass viele Gebiete an der Ostsee an Schweden und weite Teile Osteuropas an Russland verloren gingen. 1772 kam es dann zur 'Ersten Teilung Polens' in der Regierungszeit Stanislaus II. August in der sich Preußen Pommerellen einverleibte Russland nahm sich Teile Weißrusslands und Österreich nahm sich Galizien.
1791 gab sich Polen die 'erste geschriebene Verfassung' Europas die für die damalige Zeit als revolutionär galt. 1807 errichtete Napoleon zwar ein Großherzogtum Warschau das aber nach den napoleonischen Kriegen als "Kongresspolen" zu einem russischen Satellitenstaat wurde der immer mehr Einschränkungen hinnehmen musste.
In den drei Landesteilen fanden 1830 /31 1846 und 1863 Aufstände statt. Vor allem in Preußen und Russland wurde eine radikale Germanisierungs- bzw. Russifizierungspolitik durchgeführt. Im 1. Weltkrieg versuchte das Deutsche Reich die polnische Bevölkerung für sich zu gewinnen indem es ein unabhängiges Königreich Polen auf russisch beherrschten Landesteilen in Aussicht stellte und 1916 proklamierte. Piłsudski zog mit seiner Armee zusammen mit Österreich und Deutschland gegen die russische Armee.
Anfang des Jahres 1918 gewann Polen zusammen mit anderen Ländern durch den Friedensvertrag von Brest-Litowsk seine Unabhängigkeit von Russland. Durch Eintritt der USA verlor Deutschland schließlich den Krieg der Vertrag von Brest-Litowsk wurde von den Sowjets annuliert. Polen wurde unabhängige Republik und bekam die preußische Provinz Posen Teile Oberschlesiens und einen Zugang zur Ostsee bei Gdingen ("polnischer Korridor").
1918 wurde J. Piłsudski Staatspräsident des wiederentstandenen Polen. Die von den Alliierten ausgearbeitete Curzon-Linie die die polnische Ostgrenze entlang des Bugs zog wurde von Polen nicht akzeptiert. 1935 starb Piłsudski was Polen schwächte. Parallel dazu wuchs die Bedrohung aus Deutschland das die Abtretung von Posen und dem polnischen Korridor nicht akzeptieren wollte. Polen wurde 1939 zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt. Bis 1941 waren auch die Polen die in Ostpolen unter sowjetische Herrschaft geraten waren von Menschenrechtsverletzungen betroffen. Viele Menschen wurden nach Sibirien deportiert. Während des Krieges und der Besatzungszeit kamen über 6 Mio. Polen davon 3 Mio. jüdische Einwohner ums Leben.
Nach dem Potsdamer Abkommen 1945 setzte Stalin mit Zustimmung der Alliierten neue Staatsgrenzen in Osteuropa durch was zu einer Verschiebung der polnischen Staatsgrenzen nach Westen in die Grenzen des mittelalterlichen Piastenreiches führte. Die Ostgrenze Polens (Curzon-Linie) wurde 1945 von der kommunistischen Regierung anerkannt. Gleichzeitig fanden Verstaatlichungen und Kollektivierungen statt. 1950 wurde die Oder-Neiße Linie als polnische Westgrenze auch von der DDR anerkannt.
1956., 1970 und 1980 kam es in Industriebetrieben (v. a. an der Küste) zu Streiks gegen die kommunistische Regierung die gewaltsam niedergeschlagen wurden. Parallel wurde in den siebziger Jahren unter dem deutschen Kanzler Brandt eine Entspannung im westdeutsch-polnischen Verhältnis eingeleitet (Warschauer Kniefall). Während des Streiks 1980 wurde die unabhängige Gewerkschaft Solidarność unter Wałęsa gegründet und gerichtlich bestätigt. Ende der 80er Jahre wurde der Druck durch immer neue (von der katholischen Kirche unter Papst Johannes Paul II. moralisch unterstützte) Streiks so groß dass in Runden-Tisch-Gesprächen für 1989 freie Wahlen angesetzt wurden. Die Zahl der Abgeordnetenmandate die für die Opposition erreichbar waren wurde allerdings beschränkt. Als Solidarność jedoch die volle Zahl der erreichbaren Mandate errang bedeutete dies das Ende der kommunistischen Herrschaft. Wałęsa wurde Staatspräsident und Polen ein freier marktwirtschaftlicher Staat.
Polen gilt heute als wirtschaftlich aufstrebender stabiler und demokratischer Staat was in seiner Aufnahme in die NATO ( 12. März 1999 ) und seiner baldigen Aufnahme in die EU (Mai 2004) nachdem sich eine Mehrheit der polnischen Bürger (73 % Jastimmen bei einer Beteiligung von ca. 59 %) in einer Volksabstimmung im Juni 2003 für den EU-Beitritt ausgesprochen hat Ausdruck findet.

Polen und Baltischen Staaten

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